Aktionen & Kampagnen
bmt demonstriert am 28.08.09 vor Obi gegen den Baumarktverkauf von Kleintieren
Im Rahmen der großen bmt-Kampagne gegen den Verkauf von Kleintieren in Baumärkten protestierte der Landesverband Berlin am Freitag, den 28. August 2009, vor dem OBI-Baumarkt in Berlin-Reinickendorf.
Ausgestattet mit Transparenten, Postern und Motivtüten („Spontankauf kommt bei Tieren nicht in die Tüte“) machte der bmt Passanten und Baumarktbesucher auf sein Anliegen aufmerksam. Die Aktion dauerte leider nur kurze Zeit, da die OBI-Geschäftsleitung anscheinend im Vorfeld über unsere Aktion informiert wurde und uns bereits erwartete. So forderten uns die Verantwortlichen nachdrücklich zum Verlassen des Grundstücks auf. Gleichfalls mussten wir all Fotos auf der Kamera löschen, die auf dem OBI-Gelände gemacht worden waren.
Da unser Protest ein friedlicher sein sollte und wir trotz unseres berechtigten Anliegens keine Konfrontation mit der Geschäftsführung suchten, verlagerten wir unsere Demonstration kurzerhand auf ein „unbelastetes“ Gelände.
Trotz der Kurzzeitigkeit unserer Aktion sind wir überzeugt, Aufmerksamkeit bei den Baumarktbesuchern erregt zu haben und auf den Hintergrund unserer Kampagne aufmerksam gemacht zu haben. Es ist geplant, kurzfristig derartige Aktionen vor weiteren Baumärkten zu wiederholen.
Alle Mitgliedern, die sich an der Aktion beteiligt haben, sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt!
Für Kennzeichnung eierhaltiger Produkte
13. Dezember 2007: Demo am Pariser Platz/Vor dem Brandenburger Tor
Der Stempel auf dem Ei verrät, aus welcher Haltungsform es stammt. Beim Kauf eierhaltiger Produkte – wie Nudeln oder Backwaren – werden die Verbraucher jedoch im Unklaren gelassen.
Auch eierhaltige Lebensmittel müssen so gekennzeichnet werden, dass Verbraucher Tierschutz mit dem Einkaufskorb betreiben können, fordert die grüne Bundestagsfraktion. Bei den Tierschutzorganisationen stoßen sie damit auf offene Ohren; die Verbände beklagen schon lange diese offensichtliche Lücke im Tier- und Verbraucherschutz.
Am 15. Dezember berät der Deutsche Bundestag über den entsprechenden Antrag von Bündnis 90/Die Grünen.
Für die Kennzeichnung eierhaltiger Produkte haben am 13. Dezember die grüne Bundestagsfraktion, Renate Künast, Bärbel Höhn und Undine Kurt, gemeinsam mit Tierschutzverbänden demonstriert. Von Tierschutzseite dabei u.a.: Der Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt), der Deutsche Tierschutzbund, Menschen für Tierrechte und Pro Vieh.
Mit ausgestopften Hühnern in Batteriekäfigen, Menschen in Hühnerkostümen und vergrößerten Weihnachtspackungen mit „Käfighuhn-Label“ sollten die Passanten auf die Missstände hingewiesen werden.
 |
 |
 |
| Die großen Tierschutzorganisationen demonstrieren am Pariser Platz |
Bärbel Höhn und Undine Kurth (Bündnis 90/Die Grünen) mit Dr. Jörg Styrie (Vorsitzender bmt) |
vordere Reihe: Renate Künast (Vorsitzende Bündnis 90/Die Grünen), Menschen für Tierrechte, Undine Kurth und Bärbel Höhnhintere Reihe: bmt (Dr. Jörg Styrie) und Deutscher Tierschutzbund (Thomas Schröder) |
Nicht artgerechte Tierhaltung im Zirkus Rogall
Angezeigte Haltungsmängel bleiben folgenlos
Vom 28. Februar bis 9. März 2008 gastierte der Zirkus Rogall in Berlin Lichtenberg. Das kleine Unternehmen führte u.a. Hunde und Pferde mit sich, aber auch Lamas und Kamele.
Mehreren Tierfreunden fielen eklatante Mängel in der Tierhaltung auf und hielten sie fotografisch fest. Hauptkritikpunkt war die Unterbringung der sieben Hunde, die über einen längeren Zeitraum in einem vier Quadratmeter engen, zugigen Stallzelt eingesperrt waren. Einer der Hunde schien darüber hinaus hautkrank zu sein; apathisch hockte er auf jedem Foto in einer Ecke des Verschlags und nahm kaum Anteil am Geschehen.
Die Haltungsform der Hunde ist mit dem Tierschutzgesetz unvereinbar, befand Dr. Jörg Styrie. Gleiches galt für das Trampeltier, das während des gesamten Gastspiels nicht aus dem Transportwagen geladen wurde. Alle anderen Tiere machten einen verwahrlosten Eindruck; mangelnde und unsachgemäße Pflege hatten bei den Klauen- und Huftieren bereits zu Veränderungen der Fundamente geführt.
Die Tierfreunde gaben ihre Beobachtungen sofort an das zuständige Veterinäramt weiter, das eine Begehung des Zirkus durchführte und die Haltungsmängel auch bestätigte. "Die Auflagen", kritisiert Dr. Jörg Styrie, " führten nicht dazu, dass der Zirkus bessere Haltungsbedingungen für die Tiere schuf."
Nach Auffassung des bmt-Vorsitzenden hätten die Hunde sofort beschlagnahmt werden müssen - stattdessen gestand das Veterinäramt dem Zirkus einen relativ langen Zeitraum zu, die Lebensumstände für die Tiere zu verändern. Jeder Zirkusbesuch wurde außerdem angekündigt, so dass das Unternehmen genügend Zeit hatte, sich auf die amtliche Kontrolle einzustellen. Dem Zirkus wurden weder Bußgeld noch weitere Zwangsmaßnahmen auferlegt.
Dr. Jörg Styrie, unzufrieden mit den unzureichenden Maßnahmen des Veterinäramts und mittlerweile selbst mehrfach zu Kontrollbesuchen im Zirkus unterwegs, schreibt daraufhin die zuständigen Veterinärämter jener Bezirke in Berlin und Brandenburg an, in dem der Zirkus Rogall weiter gastieren wird. Ebenfalls bittet er die Bürgermeisterin des Bezirks Lichtenberg darum, in ihrem Zuständigkeitsbereich keine Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zu dulden.
Wir danken den Tierfreunden für ihre aufmerksamen Beobachtungen und werden diesen Zirkus weiter im Auge behalten. Hier einige Fotos, die deutlich die Missstände in der Tierhaltung des Zirkus Rogall belegen.
Bilderserie "Zirkus Rogall"