
Herzlich Willkommen!



"Mausi" gehört nicht in den Zirkus

Da Zirkusbetriebe, die Wildtiere mit sich führen, in Berlin häufig gegen das Tierschutzgesetz und gegen die so genannten Zirkusleitlinien verstoßen, hat sich der Berliner Senat Ende November 2009 deutlich für ein Haltungsverbot bestimmter Tiere wildlebender Arten in Zirkussen ausgesprochen. Damit antwortete das Abgeordnetenhaus auf eine Kleine Anfrage des Abgeordeneten Gregor Hoffmann (CDU).
Wie die dpa am 09.11.2009 berichtet, erhalten die beiden Berliner Stadtbärinnen Maxi und Schnute auch nach dem Protest von Tierschützern kein neues Zuhause. Ein Umzug in einen Bärenpark aus Gründen des Tierschutzes sei nicht zwingend notwendig, heißt es in der jüngsten Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der Berliner Grünen im Abgeordnetenhaus. Eine Komfort- Zulage bekommen die Bären auch nicht. Sie werden in ihrem Zwinger im Köllnischen Park weiter um 17.30 Uhr eingeschlossen. Diese Entscheidung habe vor allem Sicherheitsgründe, heißt es in der Stellungnahme. Eine längere Bären-Bewachung im Freigehege sei vom Bezirksamt Mitte nicht zu leisten.
Die Landtagsfraktion Bündnis90/Die Grünen fordern den Senat in einem aktuellen Antrag auf, die Gewährung von Landeszuschüssen an den Berliner Zoo und den Berliner Tierpark davon abhängig zu machen, dass sich beide Einrichtungen grundsätzlich bei ihren Nachzuchten an den bestehenden Europäischen Arterhaltungsprogrammen (EEP) beteiligen, dass die Gehegegrößen deutlich erweitert werden und im Gegenzug die Zahl der Tiere mittel- und langfristig deutlich reduziert wird, um die Haltungsbedingungen für die Tiere zu verbessern. Hier gelangen Sie zum Antrag (pdf-Format) vom 02.11.2009.

Künftig ist die private Haltung gefährlicher Tiere wildlebender Arten in Berlin nicht mehr erlaubt. Dazu wird die Verordnung zum Halten solcher Tiere geändert. Die bisherige Ausnahmemöglichkeit vom Haltungsverbot wird deutlich eingeschränkt. Ausnahmegenehmigungen für die private, nicht gewerbliche Haltung von Tieren, die für den Menschen aufgrund bestimmter Eigenschaften besonders gefährlich sind, dürfen nicht mehr erteilt werden. Unter dieses generelle Verbot fallen u.a. Großkatzen, Bären, Wölfe, Giftschlangen sowie hochgiftige Skorpione und Spinnen.

Mitglieder der "Initiative für ein Wildtierverbot in Zirkussen" haben den "Circus Krone" während seines Gastspiels in Berlin drei Tage lang genau beobachtet. Sie haben dabei 700 Fotos geschossen und 20 Videoclips gedreht, die mehrere Verstöße gegen die Zirkusleitlinien dokumentieren. Die Liste der wichtigsten auf Bild und Video festgehaltenen Mängel vom 17. bis zum 19.09.09 umfasst 12 Punkte. Die Video- und Fotodokumente wurden dem Veterinäramt übergeben. Auch der bmt ist Mitglied der Initiative.
Der bmt begrüßt die Ankündigungen des Landestierschutzbeauftragten Lüdcke sowie der Umweltsenatorin Lompscher, sich für ein Auftrittsverbot von Zirkussen einzusetzen, die Wildtiere mit sich führen. Die Senatorin kündigte zudem an, sich für eine Wiedervorlage einer Bundesratsinitiative im Bundestag einsetzen. Der Bundesrat hatte bereits im Jahr 2003 eine so genannte Entschließung gefasst und die Bundesregierung gebeten, das Halten von Tieren wildlebender Arten, und zwar insbesondere von Affen, Elefanten und Großbären, in Zirkusbetrieben - mit entsprechenden Übergangsregelungen für vorhandene Tiere - grundsätzlich zu verbieten.

bmt demonstriert gegen den Baumarktverkauf von Kleintieren
Im Rahmen der großen bmt-Kampagne gegen den Verkauf von Kleintieren in Baumärkten protestierte der Landesverband Berlin am Freitag, den 28. August 2009, vor dem OBI-Baumarkt in Berlin-Reinickendorf.

Taubenabschuss in Berlin entpuppt sich als „Ente“
Bild: Ulli Przyklenk/pixelio.de

Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V. (bmt) wählt neuen Vorstand
Vorsitzender Dr. Jörg Styrie für weitere vier Jahre im Amt bestätigt
München, 24.06.2009. Mit überwältigender Mehrheit wurde Dr. Jörg Styrie auf der Jahreshauptversammlung des Bundes gegen Missbrauch der Tiere e. V. (bmt) erneut zum Bundesvorsitzenden gewählt.
Dr. Styrie (49) gehört seit 1996 dem Verband als wissenschaftlicher Mitarbeiter an, wurde 1997 in den Beirat berufen, übernahm 2000 die Leitung des Landesverbandes Berlin und war von 2001 bis 2005 stellvertretender Vorsitzender. 2006 wählte ihn die Jahreshauptversammlung zum ersten mal zum Bundesvorsitzenden. In diesem Amt wurde er nunmehr für weitere vier Jahre bestätigt.
Als stellvertretende Bundesvorsitzende wurde Petra Zipp gleichfalls in ihrem Amt bestätigt, das sie 2006 übernommen hatte. Petra Zipp ist seit ihrem 19. Lebensjahr Mitglied des bmt. Die 51jährige leitet seit 2006 das Tierheim im Tierschutzzentrum Pfullingen und ist langjährige Koordinatorin des Auslandstierschutzes des bmt. Zuvor war die gebürtige Hessin für das bmt-Tierheim Elisabethenhof verantwortlich, an dessen Aufbau sie maßgeblich beteiligt war.
Neuer Schatzmeister des bmt wurde Bernd Stephan. Der 69jährige Unternehmer war bereits von 1993 bis 1997 in dieser Position tätig und ist seit über zwanzig Jahren Mitglied des bmt, den er großzügig gefördert hat. Seit 2001 ist er Vorstandsvorsitzender der Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung, die den Unterhalt von vier Tierheimen im Ausland gewährleistet und darüber hinaus Gnadenhöfe und Tierschutzorganisationen in Deutschland unterstützt.
Ergänzt wird der Vorstand durch die Schriftführerin Karin Stumpf, die schon zum dritten mal von der Mitgliederversammlung in dieses Amt berufen wurde. Die 51jährige engagiert sich seit 1982 im bmt-Tierheim Köln-Dellbrück und ist für das Ungarn-Projekt im bmt-Auslandstierschutz verantwortlich.


Tiere können nicht klagen. Doch wie in den meisten anderen Bundesländern dürfen anerkannte Tierschutzverbände nicht vor Gericht ziehen, um die Rechte der Tiere einzuklagen. Und das, obwohl der Tierschutz seit dem Jahr 2002 im Grundgesetz verankert ist. Der Tierschutzverein für Berlin, die Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg und der Bund gegen den Missbrauch der Tiere wollen dies ändern und sammeln ab sofort Stimmen für die Einführung der so genannten Verbandsklage. Unter http://www.tierschutzklage.de besteht die Möglichkeit, das Anliegen der Tierschützer online zu unterstützen.
